Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Alltag und Kultur


"Gibt es einen Unterschied zwischen einem jüdischen Meer und einem nicht-jüdischen Meer?"

Die Menora vor dem israelischen Parlament stammt von dem Dortmunder Bildhauer Benno Elkan Jüdische Kunst aus der Region Westfalen in Israel: Die Menora vor dem israelischen Parlament stammt von dem Dortmunder Bildhauer Benno Elkan.
Foto: Andrea Löw
So antwortete der Groninger Maler Jozef Israels, der der "Rembrandt des 19. Jahrhunderts" genannt wurde, einmal auf die Frage, was jüdische Kunst sei. Dies zeigt, dass die Frage, was das Spezifische an jüdischer Kunst und Kultur ist oder ob es überhaupt eine genuin jüdische Kunst gibt, nicht leicht zu beantworten ist. Sie wurde auch von den jüdischen Künstlern selbst vielfach sehr unterschiedlich beantwortet. In ihren Werken gibt es manchmal Themen, die eng mit dem Judentum verbunden sind, so etwa religiöse Bezüge, manche Werke zeichnen sich jedoch eher durch ihre Zugehörigkeit zur Kultur des jeweiligen Landes aus.

Kulturelles Schaffen


In den Regionen Groningen und Westfalen waren Juden in hohem Maße am kulturellen Schaffen beteiligt, dabei verstanden sich manche als jüdische Künstler, andere als niederländische oder deutsche Künstler, die auch Juden waren. Ihre Werke sind in hohem Maße Bestandteile der deutschen oder niederländischen Kultur. So schrieb die Schriftstellerin Jenny Aloni aus Paderborn ihre Gedichte stets in deutscher Sprache, auch als sie schon Jahre in Israel gelebt hatte. Weitere jüdische Künstler und Kulturschaffende werden in unseren "Geschichten" vorgestellt, so die Sängerin Julia Culp, die die "Holländische Nachtigall" genannt wurde und es bis zu einem Auftritt im Weißen Haus brachte, und eben Jozef Israels, von dem noch heute ein Gemälde im Zimmer des Premierministers in der Knesset, dem israelischen Parlament, hängt.
Hebräisch- und jiddischsprachigen Presse in Polen Titel der hebräisch- und jiddischsprachigen Presse in Polen, 1910-1920. Reproduktion einer Postkarte des Verlags Libanon.
Abbildung: Jüdisches Historisches Institut in Warschau.

Ausdrücklich jüdisch


In Lublin hatte sich ein reiches ausdrücklich jüdisches kulturelles Leben ausgestaltet. Die Stadt gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg neben Warschau, Wilna, Lemberg und Krakau zu den großen jüdischen Kulturzentren in Polen. Hier gab es eine jiddischsprachige Kultur mit Literatur und Theater sowie eigene jiddische Zeitungen wie das "Lubliner Tugblat". Im Unterschied zur Entwicklung in Westeuropa verfassten viele jüdische Schriftsteller ihre Werke eben nicht auf Polnisch, und jüdische und polnische Kulturkreise existierten weitestgehend nebeneinander.

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Clara Asscher-Pinkhof

Bella Nissenbaum

Titelseite der Zeitung "Lubliner Tugblatt"

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Sportseite der CV-Zeitung vom 30. Juni 1938

Festzug am 1. Mai 1933 in Ahlen/Westfalen

Jugendliche auf "Gut Winkel"

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